Rinder und Milchkühe

Frauenversteher

Wer erfolgreich einen Milchviehbetrieb führen will, muss insbesondere eine Menge von Tierhaltung verstehen und rund um die Uhr für seine Kühe da sein. Zweimal täglich, morgens und abends, 365 Tage im Jahr, heißt es für den Landwirt und seine Milchkühe: Zeit zum Melken!
Milch von bayerischen Kühen
 
In modernen Ställen gehen die Kühe inzwischen selbstständig in den Melkstand. Dort reinigt der Landwirt die Euter, überprüft die Milchqualität und legt die Melkbecher an. Im Durchschnitt geben unsere bayerischen Kühe dann 20 Liter Milch – jeden Tag.
Viele Milchkühe können sich heute in hellen und modernen Laufställen frei bewegen. Jedem Tier steht eine weiche Liegebox zum Ruhen zur Verfügung. Damit die Kühe es besonders angenehm haben, können sie sich an einer großen Bürste scheuern. Dieser Kuh-Komfort sorgt für Entspannung – und gleichzeitig für ein gesundes Fell.

Bürsten-Massage: Diese Kuh lässt sich verwöhnen.
Jede Kuh hat einen Platz am Futtertisch, hier kann sie ungestört fressen. Der Landwirt versorgt seine Tiere hier mit frischem Gras, Mais- oder Grassilage. Silage ist ein durch Milchsäuregärung konserviertes Futter, ähnlich wie Sauerkraut. Rinder können dieses Futter sehr gut verdauen, weil sie Wiederkäuer sind. Die Kühe nutzen Ruhephasen und zerkauen den Nahrungsbrei aus ihren verschiedenen Mägen mehrmals. Landwirte brauchen viel Wissen und Einfühlungsvermögen, um die Fütterung und das Stallmanagement optimal auf dieses sensible Verdauungssystem abzustimmen.

Zweinutzungsrassen bringen eine hervorragende Milchleistung und gleichzeitig eine sehr gute Fleischqualität.
Steaks von bayerischen Rindern
 
Die meisten Rinder, die man in bayerischen Ställen sieht, sind braun-weiß gefleckt. Diese Rasse heißt „Deutsches Fleckvieh“. Fleckvieh ist eine so genannte Zweinutzungsrasse. Das heißt: Durch geschickte Züchtung haben die Landwirte Rinder erhalten, die eine hervorragende Milchleistung bringen und gleichzeitig eine sehr gute Fleischqualität haben. Es gibt aber auch Rinder, die jeweils auf ein Merkmal spezialisiert sind, die so genannten Milch- oder Fleischrassen.
 
Unabhängig von der Rasse wird jedes Kalb kurz nach der Geburt mit einer individuellen Nummer und der Nummer des Betriebs auf zwei Ohrmarken gekennzeichnet. So wird der Weg des Tieres von der Geburt über die Schlachtung bis in die Fleischtheke dokumentiert.

Reifeprüfung

Damit Rindfleisch zart und saftig ist, muss es die Fleischreifung durchlaufen. Dieser Prozess spielt eine wichtige Rolle für die Rindfleischqualität. Durch das „Abhängen“, werden die Muskelstrukturen gelockert - gleichzeitig entstehen Geschmacksstoffe, die für das typische Fleischaroma sorgen. Rindfleisch reift mindestens zwei Wochen bei einer Temperatur von ein bis zwei Grad Celsius.
 
Haben Sie schon ein bayerisches Rindersteak mit Speckbohnen und Kräuterbutter probiert?
© Barbara Pheby - Fotolia.com
Strukturformel
 
Ein weiteres Merkmal für gute Fleischqualität ist die so genannte „Marmorierung“. Darunter versteht man eine feine Maserung des Fleisches. Die entsteht durch Einlagerung von Fettadern innerhalb der Muskelbündel.

Diesen Artikel empfehlen:
Seite drucken Nach oben
Frauenversteher (30.03.2012)
  • Viele Milchkühe können sich heute in hellen und modernen Laufställen frei bewegen.
  • Jede Kuh hat einen Platz am Futtertisch, hier kann sie ungestört fressen.
  • Die Bürste sorgt für Entspannung, und gleichzeitig für ein gesundes Fell.
Woher kommt ...
Woher kommt ...
Woher kommt ...
Woher kommt ...
Einkaufen beim Erzeuger
Regional ist erste Wahl