Kartoffelanbau

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Seit dem 18. Jahrhundert ist die Kartoffel eines der wichtigsten Nahrungsmittel in Deutschland. Seither war die Kartoffel Grundnahrungsmittel Nummer Eins in Europa und ist es auch heute noch. Das gilt auch für die bayerische Landwirtschaft.
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„Die Wurzeln sollt Ihr fressen, nicht die Früchte!“ so soll der „Alte Fritz“ – Kaiser Friederich der zweite von Preußen, für Anbau der Kartoffeln geworben haben. Er hatte früh erkannt, dass mittels der Kartoffel die rasant wachsende Bevölkerungszahl ernährt werden kann. Bereits 1744 ließ Friedrich der II. kostenlos Pflanzkartoffeln verteilen und erließ 1756 den so genannten Kartoffelbefehl. Der war der Startschuss für den Siegeszug der Kartoffel bei uns.
 
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Wichtiges Grundnahrungsmittel

 
Über Jahre war die Kartoffel Grundnahrungsmittel Nummer Eins in Europa. In Irland war die Kartoffel so erfolgreich, dass die gesamte Ernährung auf die Kartoffel ausgerichtet war. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es aufgrund von Krautfäule dann zu einer schweren Hungernot.
 
Aktuell ist die Kartoffel, nach Getreide, immer noch das wichtigste Grundnahrungsmittel: Ein Deutscher verzehrt knapp 60 Kilogramm Kartoffeln im Jahr. Frische Kartoffeln nehmen davon einen immer niedrigeren Anteil ein. So wurden im letzten Jahr mehr als die Hälfte der Kartoffeln (31,6 Kilogramm) als verarbeitete Produkte konsumiert. Blickt man 30 Jahre zurück, lag der Pro-Kopf-Verbrauch noch 30 Prozent höher. Auch in Ländern wie Rumänien, Polen oder dem Baltikum werden noch um die 100 Kilogramm und mehr je Jahr und Einwohner gegessen.
 
Kartoffeln schmecken nicht nur, sie sind auch sehr gesund. Kartoffeln enthalten neben Stärke sehr hochwertiges Eisweiß und viele Vitamine (vor allem Vitamin C) und Mineralstoffe. Hinzukommt, dass die Kartoffel entgegen oft verbreiterter Falschmeldungen ein sehr energiearmes Lebensmittel ist. Eine mittelgroße Kartoffel (100 Gramm) hat nur rund 70 kcal.
 
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Die Vielfalt macht’s.
 
Kartoffeln lassen sich auf verschiedenste Art zubreiten und werden deshalb niemals langweilig. Verarbeitungsprodukte sind in guter Qualität erhältlich und sparen Zeit bei der Zubereitung. Bei Thema Vielfalt gilt es auch die alternativen Verwertungen wie die Kartoffelstärke zu erwähnen. Rund ein Drittel der Kartoffeln wird zu Kartoffelstärke verarbeitet und in der Ernährung, der Industrie oder Chemie als hochwertiger Rohstoff verwendet. Dadurch glänzt zum Beispiel Ihr Hochglanzmagazin noch besser.
 
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Heimische Erzeugung

 
Heimische Kartoffeln aus der Region sind nahezu das ganze Jahr verfügbar. Dank optimaler Lagertechnik gehören Schrumpelknollen der Vergangenheit an. Heute kann man das ganze Jahr über frische Kartoffeln aus seiner Region, etwa aus Bayern, genießen. So werden auch weite Transportwege aus dem Ausland vermieden. Wichtig: Dafür müssen die Verbraucher beim Einkauf gezielt zum Beispiel bayerische Kartoffeln auswählen.

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