Streuwiesenmahd

Naturtalent

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Mit der Mahd leisten die Landwirte einen wertvollen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft.
Naturtalent
© BBV
Kulturlandschaft und Naturschutz
Bayerische Landwirte leisten einen wertvollen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft und darüber hinaus freiwillig besondere Naturschutzleistungen. Nur ein Beispiel ist die Bearbeitung der so genannten Streuwiesen: vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft, die in Bayern vor allem als den Alpen vorgelagerter Gürtel zwischen Lindau und Berchtesgaden zu finden ist.
 
Die Wiesen kommen vor allem auf feuchten Standorten wie Mooren vor und sind ökologisch besonders wertvoll. Sie beherbergen zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören sehr kleinwüchsige Pflanzen, die nur in Streuwiesen genug Sonne bekommen, weil durch die Nutzung die hochwüchsigere Vegetation fehlt. Viele dieser Arten sind bayernweit selten. Streuwiesen des Alpenvorlandes sind für manche Pflanzen Schwerpunkte ihres weltweiten Vorkommens, so z.B. für die Sumpf-Gladiole oder den Schlauch-Enzian.
 
Indem die Landwirte diese Flächen bewirtschaften und den Aufwuchs der Streuwiesen als Einstreu für ihre Tiere im Stall nutzen, leisten sie einen besonderen Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz.
 
Geschützte Biotope
Nach Artikel 13d des Bayerischen Naturschutzgesetzes sind Streuwiesen gesetzlich geschützte Biotope, die nicht beeinträchtigt werden dürfen. Ein Großteil der Streuwiesen ist in Naturschutzgebieten oder Natura-2000-Gebieten eingebunden, um deren Erhalt zu fördern.
 
Natur- und Umweltschutz
Die bayerischen Bauern stehen zum kooperativen Weg, um zusätzlich Leistungen für den Natur- und Umweltschutz zu ermöglichen. So erbringen über 50.000 bayerische Betriebe freiwillig besondere Umweltleistungen, jeder dritte Hektar wird gemäß der Agrarumweltprogramme bewirtschaftet.
 
Darüber hinaus legen zahlreiche Landwirte Lerchenfenster an. Auch das Engagement in zahlreichen lokalen Projekten, wie dem Rottauensee-Projekt in Niederbayern oder dem Agrobiodiversitätsprojekt Rhön in Unterfranken, trägt zum Umwelt- und Naturschutz bei. Die Landwirte im Freistaat engagieren sich also in vielen Bereichen und Programmen für den Erhalt von Tieren, Pflanzen und wertvollen Lebensräumen.

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